Einstimmiges Votum

„Weil wir es wert sind“: IG BCE BaWü beschließt Forderung zur anstehenden Chemie-Tarifrunde

Catharina Clay, Verhandlungsführerin und Landesbezirksleiterin der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Baden-Württemberg (IG BCE)  stellt klar: „Dass Edgar Vieth, Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbands Chemie Baden-Württemberg, die Forderungsempfehlung der IG BCE als  ‚überzogen‘ bezeichnet, können wir nicht nachvollziehen. Der Arbeitgeberverband lobte die Branche noch vor Monaten über den grünen Klee. Zudem ist die Anhebung des tariflichen Urlaubsgeldes längst überfällig. Im Vergleich mit den führenden Branchen Deutschlands liegt die Chemie hier im unteren Drittel.“

IG BCE

Die Tarifkommissionsmitglieder verweisen nicht nur auf steigende Gewinne und höhere Dividendenauszahlungen. Catharina Clay ergänzt: „Der Branche kann nicht egal sein, dass wir in einer digitalisierten Welt über Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen reden wollen. Es sind die Unternehmen, die auch morgen noch kraftvoll Geld verdienen wollen. Wir erwarten deshalb Verbesserungen zum Schutz der Beschäftigten.

Im Tarifbezirk der IG BCE Baden-Württemberg hat die Tarifkommission heute über ihre Forderung zur anstehenden Tarifrunde Chemie 2018 entschieden. Die Beschlüsse orientieren sich an den Forderungs-Empfehlungen des IG-BCE-Hauptvorstands. Die Forderungen im Einzelnen:

  1. Erhöhung der Entgelte um 6% bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
  2. Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes für Vollzeitbeschäftigte von zzt. 20,45€ auf 40€ pro Urlaubstag (Auszubildende: von zzt. 449,94€ auf 900€ jährlich).
  3. Vor dem Hintergrund steigender Belastungen, rasant wachsender technologischer Veränderungen und dem Wunsch der Beschäftigten nach mehr Zeitsouveränität, die sich an den jeweiligen Lebensphasen orientiert, wird eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung bestehender Arbeitsbedingungen erwartet.
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