Tarifrunde BT Germany

Beschäftigte machen mit Warnstreiks Druck

Mit einem Warnstreik vor dem Vertriebsgebäude in Stuttgart haben die Beschäftigten des Telekommunikationsunternehmens BT Germany am gestrigen Donnerstag Druck für die Tarifrunde gemacht. Alle Beschäftigten legten ihre Arbeit nieder, um Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zu bringen.

IG BCE Stuttgart

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13.05.2016
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Die IG BCE fordert eine angemessene Erhöhung der Entgelte in 2016. Zudem darf es keine Aufweichung tarifvertraglicher Regelungen geben. Das Angebot von BT sieht für dieses Jahr eine Nullrunde vor, ab 1.4. 2017 sollen die Entgelte um 1,7 Prozent steigen.

„Eine Nullrunde ist mit uns nicht zu machen. Die letzte Tariferhöhung gab es im September 2013 – es ist Zeit für mehr Geld!“, bekräftigt die Tarifkommission.

Bei Personalabbauprogrammen wurden in den vergangenen Jahren Millionen eingespart, Arbeitsplätze wurden ins Ausland verlagert. Die Arbeit der Beschäftigten hat sich dadurch stark verdichtet. Hinzukommen gestiegene Anforderungen. „BT macht keine Anstalten, die Situation für die Beschäftigten zu verbessern. Im Gegenteil – der Arbeitgeber will die Arbeitszeit erhöhen ohne Lohnausgleich. Mehrarbeitszuschläge sollen gekürzt werden. Das ist untragbar und respektlos gegenüber der Leistung der Beschäftigten“, sagt Gewerkschaftssekretär Benjamin Hannes.

BT Germany  ist ein Tochterunternehmen der British Telecommunications (BT) Group und einer der führenden Anbieter für globale Netzwerk- und IT-Services in Deutschland. Zu den rund 1000 Kunden des Unternehmens gehören unter anderem die EZB, BASF, BMW Group, der Baustoffhersteller HeidelbergCement, die Media-Saturn-Unternehmensgruppe und Wincor Nixdorf.

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